#26 Lokal ist nicht egal!
Shownotes
Wenn ein neues Wohngebiet entsteht, die Buslinie gestrichen wird oder ein Krankenhaus schließen muss, liest man davon meist nichts in den großen Zeitungen. Lokaljournalisten sind es, die diese Themen sichtbar machen. Sie verfolgen Stadtratssitzungen, sprechen mit Bürgern, fragen nach und schauen genau hin, wenn vor Ort Entscheidungen fallen. Doch während ihre Arbeit wichtig bleibt, verändert sich die Medienwelt rasant. Immer mehr Menschen informieren sich digital, soziale Netzwerke bestimmen die Aufmerksamkeit – und Zeitungen müssen sich neu erfinden. Dabei stellen sich viele Fragen: Wie erreicht man Menschen, die kaum noch eine Zeitung in die Hand nehmen? Warum lohnt es sich, für lokale Nachrichten zu bezahlen? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in den Redaktionen?
Darüber sprechen Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer mit Dennis Rink. Er ist Chefredakteur der VRM und verantwortet viele Zeitungen und digitale Angebote in Rheinland-Pfalz und Hessen. Eine Folge über die Kraft des Lokalen, den Wandel der Medien und die Zukunft der Zeitung.
Prof. Dr. Tanjev Schultz, Jahrgang 1974, ist ehemaliger Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Er forscht und lehrt Journalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mehr dazu
Dr. Markus Wolsiffer, Jahrgang 1991, ist Journalist, Reporter und Moderator. Er steht unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor der Kamera. Mehr dazu
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00:00:14: Wer verstehen will, wie Demokratie funktioniert muss nicht nach Berlin schauen.
00:00:18: Oft reicht ein Blick vor die Haustür in den Stadtrat, in die Ortsbeiräte um die Ecke – genau dort entsteht Politik, die die Menschen im Alltag betrifft!
00:00:26: Doch wer berichtet darüber?
00:00:28: Wer schaut denn Verantwortlichen auf die Finger?
00:00:30: und wer macht Themen sichtbar, die sonst kaum jemand bemerken
00:00:33: würde?!
00:00:34: All das macht der Lokaljournalismus.
00:00:36: Eine Disziplin, die oft unterschätzt wird obwohl sie für viele Menschen so wichtig ist.
00:00:41: Gleichzeitig sind die Herausforderungen groß.
00:00:43: Auflagen sinken Redaktionen müssen sparen Digitaler werden Neue Wege finden ihr Publikum zu erreichen.
00:00:50: Wie gelingt dieser Wandel?
00:00:51: Wofür braucht es Lokal-Journalismus noch?
00:00:54: und ganz wichtig wie finanziert man das alles?
00:00:57: Darüber sprechen wir heute bei den Medien.
00:00:58: verstehen mit Dennis Rink Chefredakteur der VRM.
00:01:02: Er ist verantwortlich für viele Zeitungen und digitale Angebote in Rheinland-Pfalz und in Hessen.
00:01:07: Hallo Dennis!
00:01:08: Hallo, schön dass ich hier sein darf.
00:01:10: Ja wir freuen uns.
00:01:11: Außerdem am Mikro ihr wisst es Professor Dr.
00:01:13: Tanjev Schulz.
00:01:14: früher war er Redakteur der Süddeutschen Zeitung seit einigen Jahren Forscher an der Uni Mainz.
00:01:19: Hallo Tanjeff.
00:01:20: Ja
00:01:20: hallo Markus, hallo Dennis.
00:01:21: Ich freue mich auf die Runde.
00:01:22: neben mir sitzt außerdem Dr.
00:01:24: Markus Wolsifer TV Journalist Moderator
00:01:27: Reporter
00:01:27: und Medienversteher.
00:01:29: Drei Begriffe, unser Ritual zu Beginn jeder Folge.
00:01:32: Tanjiff du hast sie heute vorbereitet.
00:01:34: ist das korrekt?
00:01:35: So ist es.
00:01:35: Möchtest du sie ziehen für Dennis?
00:01:38: Und Dennis wird dann ein dieser Begriffe, nämlich den, den du gezogen hast, einbauen.
00:01:43: Möglichst sinnvoll wenn dir das gelingt und mal schauen was es denn sein wird.
00:01:47: Du kannst gerne auch erfahren welches dann nicht gezogen wurde.
00:01:50: Ist das
00:01:50: okay für dich Dennis die Vorgehensweise?
00:01:51: Ja absolut bekomme ich ihn ja.
00:01:53: oder wie immer streng notarieler Aufsicht
00:01:56: Tania.
00:01:57: Ich habe mir die ausgedacht.
00:01:59: also alle schuld geht auf mich
00:02:01: alle schulz geht auf dich.
00:02:03: lustig.
00:02:03: den wortwitz hatte ich gerade auch im kopf.
00:02:07: Das wird ja eine lustige Folge.
00:02:08: Dabei geht's doch so was Ernstes wie lokal.
00:02:10: Also dann sag doch mal ... Sag, was ist nicht geworden?
00:02:13: Ach sowas nicht geworden!
00:02:13: Ja okay also ich verrate... Oh das Fault hier, das hätte ich gerne gehabt, ist es nicht geworden.
00:02:19: und auch nicht geworden ist es, dass es besonders schade die Zeitungsente.
00:02:24: Toll Markus jetzt bin ich mal gespannt.
00:02:26: Es wurde die asiatische Tigermücke die du dir hoffentlich merkst und irgendwann einbaust.
00:02:35: Das war doch gefaked.
00:02:36: jetzt mal im Ernst, Leute ihr seid doch da.
00:02:37: Nein das
00:02:39: ist keine Ente, das ist alles
00:02:42: richtig!
00:02:43: Bevor wir in Medias Ries gehen, eine kurze Frage.
00:02:46: Wir hatten bei uns im Podcast Professor Dr.
00:02:48: Karl Rudolf Korte und als er erfahren hatte, dass du unser Gast sein wirst, hat der singemäß so was gesagt.
00:02:55: wie wir sollen den quälen?
00:02:58: Ich weiß nicht, was für ein Verhältnis ihr euren Podcast habt, aber es klang interessant!
00:03:02: Was heißt das jetzt für unser Gespräch?
00:03:05: Ich würde mich auch schwer tun, unser Verhältnes in Worte zu fassen.
00:03:09: ist vielleicht mitgesucht und gefunden?
00:03:13: Professor Doktor Doktor Dr.
00:03:15: Korte, wie ich ihn gerne nennen, vergleicht unseren Podcast Korte und Ringkehren manchmal mit politischem Kabarett.
00:03:20: Ich glaube das ist irgendeine Mischung und fußt natürlich auf unserem besonderen Verhältnis.
00:03:24: Und da ich ja weiß, wie er mir Woche für Woche umspringt Wundert es mich auch nicht Dass er mir oder euch diesen Rat gegeben hat, mich mal etwas härter anzunehmen.
00:03:32: Das macht er ja auch Woche für Wochen.
00:03:34: Also wir sind wie zu jedem Gast Tanjev hart aber fair.
00:03:37: Wir versuchen das.
00:03:38: Ja
00:03:40: Eine Folge, die uns besonders am Herzen liegt.
00:03:42: Tanjif das liegt bei dir würde ich mutmaßen wie bei mir auch daran dass wir unsere ersten Schritte im Lokaljournalismus gemacht haben.
00:03:49: Wie war's bei dir damals?
00:03:51: Ja!
00:03:52: Ich habe mein erstes richtiges Praktikum gemacht Bei der Lübecker-Lokalzeitung den Lübekernarichten in der Außenstelle in Euthin und hab dann da Dinge gemacht die man klassischerweise vielleicht ist es heute gar nicht mehr so aber damals gemacht hat also eine Feuerwehrübung Es gab irgendeinen Verein und man ist dahin gelaufen.
00:04:10: Man hat kleine Meldungen geschrieben, auch selber schon Fotos gemacht und so etwas.
00:04:15: Und das war eine interessante erste Erfahrung die im lokalen Stadt fand.
00:04:20: Ja meine erste Erfahrung war auch nach dem Abitur bei der Warmser Zeitung, die zur VRM gehört also kleiner Transparenzhinweis.
00:04:27: da war ich dann hospetant oder Praktikant und es war eine ganz spannende Zeit den mich auch darin bestärkt hat Journalist werden zu wollen.
00:04:34: Dennis wie wars bei dir?
00:04:35: Ja, wärst du mal bei der Wormserzeitung geblieben.
00:04:38: Wie so was Ordentliches gemacht?
00:04:39: Wo
00:04:39: bist Du falsch abgebogen, Markus?
00:04:41: Ja, das stimmt!
00:04:42: Bei mir war es so dass ich einen Praktikum hier gemacht habe.
00:04:46: beziehungsweise vor dem Praktikum gab es hier einen Sommerkurs für Nachwuchsjournalisten und das war in den Sommerferien eine Woche und da hat er damalige stellvertretende Chefodaktor Stefan Schröder dafür geworben, dass Schüler einfach hier einen Einblick bekommen und ich glaube uns ist damals allen nicht klar gewesen wo das denn hier endet.
00:05:04: und dann gab es erste Berührungspunkte.
00:05:06: Und ich habe nach diesem Sommerkurs einen Wandertag mit dem Sozialkunde-Leistungskurs hier gehabt, und hab dann mit dem damaligen Sportchef Lutz Eberhardt auch wir haben nicht gewusst wie lang uns dieser gemeinsame Weg begleiten wird hat er uns Einblick in den Sportjournalismus gegeben und danach habe ich mir als Oberstufenschüler ein Herz gefasst und war ganz mutig und bin zu Lutz Ebbehardt gegangen und habe ihn gefragt ob ich ein Praktikum machen könnte.
00:05:32: Und er hat gesagt, Lutz wenn du diese Folge hörst, du kennst die Geschichte.
00:05:36: Ich soll ihm doch eine Mail schreiben.
00:05:37: an leberhard at vmde.
00:05:39: ich habe das natürlich gerne gemacht und habe keine Antwort bekommen was ich damals natürlich nicht verstanden habe.
00:05:45: später konnte ich einschätzen welchen Stellenwert Praktikumsanfragen bei Sportschefs haben und dass das passieren kann, dass man keine Antwort bekommt.
00:05:52: Aber ich war natürlich behaulich und bin dran geblieben und am Ende hat es mit einem Praktikum geklappt in der Sportredaktion.
00:05:59: Und dann nach diesem Praktiken bin ich freier Mitarbeiter geworden habe meine ersten Texte im Sport geschrieben und an den ersten im Lokalen kann ich mich auch noch erinnern.
00:06:06: da bin ich nämlich in einen Comicladen hier in Mainz gegangen und durfte einen Text über Mangas schreiben
00:06:12: Das erste mal den Namen in der Zeitung zu lesen, das war wahrscheinlich für jeden ein ganz besonderer Moment.
00:06:17: Hat es sich für dich auch so angefühlt?
00:06:19: Ja, das wars schon etwas surreal wenn du da als Schüler derjenige bist, der sonst ja nur Reporter aus der Zeitungen oder aus dem Fernsehen kennt und auf einmal steht dann davon Dennis Rink.
00:06:30: Das war natürlich in der Autorenzeile wesentlich cooler als das Kürzel weil die hat er dann am Anfang kaum jemand verstanden.
00:06:37: Das war schon krass, da war ich auch mächtig stolz und hat mir natürlich die ersten Artikel ausgeschnitten.
00:06:41: Meine Mutter hatte auch über Jahre hinweg alle meine Artikel abgeschnitten bis es irgendwann zu viele wurden weil sie Schlagzeile dann zugenommen hat.
00:06:48: aber das ist schon...das war schon was Besonderes.
00:06:51: Hast
00:06:51: du die immer noch?
00:06:52: Also das ist ja doch so etwas
00:06:53: wo
00:06:53: man vielleicht ein paar Jahren noch mal wieder reinguckt und schwelch.
00:06:57: Ich
00:06:57: habe tatsächlich diese Sammlung, am Anfang hat sie die immer ausgeschnitten und aufgeklebt und eingeordnet.
00:07:01: das wurden dann wie gesagt irgendwann zu viele.
00:07:04: Sie hat auch irgendwann aufgehört.
00:07:05: aber dieser Artikel hab ich immer noch.
00:07:06: und ich hab von meinen ersten Artikeln noch so eine Bildkollage und die hab' ich jetzt tatsächlich vor ein paar Wochen wieder irgendwo gefunden eingerahmt... ...und hab's ja auch noch auf meinem Schreibtisch hängen!
00:07:16: Ich bin doch hin- und hergerissen ob ich sie aufhänge weil es eigentlich schöne Erinnerungen sind.
00:07:21: und dann guckt man ja drauf auf diesen ersten Artikel.
00:07:23: da sind
00:07:24: Ich
00:07:25: baß Baseball Playoffs, Tennis Artikel aus dem Lokalen und so die Anfänge.
00:07:30: Und man guckt ja auch mit den Blick von heute schon drauf.
00:07:32: wie bin ich damals in diesen Text eingestiegen?
00:07:35: Wie habe ich das aufbereitet?
00:07:36: dass es schon schöner Blick zurück aber ich war mir noch nicht sicher ob das zu kitschig ist wenn ich jetzt wieder auffänge.
00:07:42: sie liegen jetzt aktuell auf meinem Schreibtisch.
00:07:43: Hast du auch so alte Wonser Zeitungsartikel noch?
00:07:47: Irgendwo gibt's eine Mappe.
00:07:50: Also wir sind ja jetzt in Mainz, aber die gibt's noch.
00:07:53: Und ich war natürlich auch stolz und die Oma war stolz.
00:07:57: Man hat sich daran gewöhnt, dass der Name manchmal in der Zeitung auftaucht.
00:08:03: Das war schon ein schönes Gefühl.
00:08:05: Ich erinnere mich auch daran, dass ich bei einem der vielen Umzüge dich hatte beim jüngsten Umzug wieder so eine alte Mappe fand und dann dir behalten hab ... Und da waren eben auch aus dieser besagten Zeit bei den Lübecker Nachrichten Artikel drin.
00:08:19: und ich weiß noch, dass ich habe jetzt in Erinnerung einen Artikel fand.
00:08:22: Ich halt wieder wo ich mich noch erinnern kann das ich den damals besonders für groß gelungene Feuerwehrschifffoto so toll fand, dass ich es selber gemacht hatte.
00:08:33: Ich bin kein besonders begabter guter Fotograf aber das fand auch die Redaktion gut und ich fand das irgendwie ein tolles Foto und hab das dann wiedergefunden.
00:08:40: Und da war noch ein weiter Artikel an den ich mich danach erinnerte.
00:08:43: Das war dann... Da war ich denn schon Student in Berlin und habe einen Konzert besucht in der Waldbühne in Berlin von Neil Young mit Begleitband von den Pearl Jam Leuten und das habe ich dann der Nürburgrin Nachrichten als Konzernkritik angeboten.
00:08:57: Tolles im Kulturteil über Kanarichten.
00:08:59: Und der Text war nur leider richtig schlecht, weil ich das hatte ihn dann vor ein, zwei, drei Jahren gelesen habe.
00:09:06: Also hast du die Vergangenheit etwas verklärt oder vielleicht war es so einfach zu streng?
00:09:11: Ja, man fängt ja immer an und das muss mir auch immer sagen dass man irgendwo anfängt.
00:09:16: und ich will aber nicht den Eindruck erwecken als sei es so, dass man irgendwie was auch so eine Erzählung ist in Lokaljournalismus.
00:09:23: Das ist nur was für den Anfang und dann muss man irgendwo anders sehen.
00:09:27: Dass ich dezidiert nicht so, das sage ich als jemand der bei einer nationalen Zeitung im überregionalen Teil viel gearbeitet hat.
00:09:34: Ich bin wirklich von Herzen der Überzeugungen Und darüber werden wir mehr mit Dennis reden dass Lokaljournalismus ganz zentral ist im Journalismus und für unsere Demokratie Studierende dazu zu ermuntern diesen Weg zu gehen und wer da eine gewisse Leidenschaft und Freude daran empfindet sozusagen direkt und nah an den Problemen und Menschen zu sein, das dann auch wirklich mit Leben zu füllen.
00:09:56: Wie seid ihr denn damit umgegangen?
00:09:57: Frage an euch!
00:09:58: Das Eine ist ja was die Familie dazu sagt aber es ist ja so mit der Autorenzahl in der Zeitung zu stehen macht man die erste Erfahrung dass man auf einmal ich will jetzt nicht überhöhen als persönliches öffentliche Lebensbezeichnen aber man ist ja schon Teil einer gewissen Öffentlichkeit und ich bin dann auch in der Schule immer mal drauf angesprochen worden.
00:10:14: Das war für mich auch immer neu, dass andere ja meine Arbeit auf einmal bewerten konnten.
00:10:19: Fand ich spannend.
00:10:20: mittlerweile habe ich mich natürlich dran gewöhnt.
00:10:22: War das eher auch unangenehm?
00:10:23: Das klingt so ein bisschen...
00:10:24: Gar nicht!
00:10:24: Ich fand es einfach überraschend weil das war jetzt quasi eine logische Folge eigentlich meiner journalistischen Tätigkeit und wir haben das ja eigentlich Systememann nennt, dass du als Journalist den Weg in die Öffentlichkeit gehst mit deinem Namen mit deiner Arbeit und dass er im Prinzip jeder seiner Arbeit diese Arbeit bewerten kann, weil er sie ja liest im Idealfall.
00:10:44: Ich fand es nur interessant was das für einen hohen Stellenwert damals wie die Leute auch vor Ort hatte, die dann AZ gelesen haben und die mich dann angesprochen haben oder meine Mutter weil sie festgestellt haben, dass mein Name dabei steht und ich auf einmal gemerkt habe wie viele Leute das dann doch interessiert?
00:10:57: Also meiner Erfahrung ist zwar auch ein bisschen so aber zugleich die wirklich das was zählt und wo die leute einen dann wirklich anrufen ist wenn man mal zwanzig sekunden im fernsehen zu sehen ist.
00:11:08: Und da du marcos derjenige bist, der hier der tv mensch ist und ab uns zu dann ja doch oder sehr realmäßig eigentlich auch zu sehen bist bei live aufsagern und so etwas kennst du wahrscheinlich genau dass dadurch auch den zeitungsvergleich hast dass das schon etwas wurde.
00:11:23: dann noch die tante anruft und sagt mensch habe ich dich gesehen?
00:11:28: Ja, ich hatte ja vor kurzem einen unfreiwilligen Auftritt bei TV Total.
00:11:31: Als ich zu einer Art Meme wurde, will ich jetzt nicht näher vertiefen.
00:11:35: Wir haben sich sehr viele gemeldet und ich war überrascht auch im Linearen wie viele das gesehen haben damals in der Zeitung ein bisschen.
00:11:43: Ich hatte die freie Mitarbeit erst nach dem Abi begonnen.
00:11:46: insofern war der Kontakt in der Schule ein anderer, aber durch meine Tätigkeit im offenen Kanal zum Beispiel.
00:11:52: Da war ich immer schon assoziiert mit dem Medienmensch, der es liebt als Journalist vor Ort zu sein.
00:11:58: also das war schon immer mein Traum insoferen was nur konsequent.
00:12:01: jetzt
00:12:02: muss sich da nur kurz noch reinschütten auch wenn das jetzt sehr professionell vielleicht ist ich versuch schon In diesem Social Media-Zeitalter, wo sehr viel der Präsenter die eigene Person in den Vordergrund kriegt wird auch immer wieder deutlich zu machen.
00:12:15: Na ja also man darf sich darüber freuen das ist total menschlich und normal.
00:12:18: Und so ein Autorenstolz gehört dazu wenn man da irgendeine Zeitung oder im Fernsehen selber auftaucht.
00:12:22: aber
00:12:23: dieses
00:12:24: permanente welche Journalisten wie wichtig sind und so dass nach vorne schieben auch wenn das eine Selbstvermarktungs... Logik ist, die viele jetzt auch Sender und Zeitungen machen.
00:12:37: Die geht mir schon teilweise echt auf den
00:12:38: Senkel.".
00:12:39: Also es gibt ja von uns gar nicht nachvollziehen weil man immer der Gefahr unterläuft sich ja auch ein Stück weit selbst zu überhöhen oder ja wichtiger zu machen als die Nachricht.
00:12:51: wir merken allerdings tatsächlich auch dass bei uns dezidierte Autoren es auch geschafft haben sie selbst als Marke aufzubauen.
00:12:56: also wenn du jetzt in Mainz den Michael Bermeitinger anguckst, der ja quasi würde ich jetzt mal sagen bundesweit gibt es nicht viele wie ihn.
00:13:05: Der ist eine Mischung aus Stadtarchiv, Stadtschreiber und historischem Gedächtnis dieser Stadt.
00:13:10: das ist natürlich unweigerlich ein Schritt, wie du dann auch irgendwann als Autor zur Marke wirst aber jetzt auch ohne dich selbst in den Vordergrund zu stellen wobei es mir immer schwäffelt darüber zu sprechen weil wir anhand meiner Formate, die alle meinen Namen tragen.
00:13:24: Man mir jetzt auch vorwerfen könnte, dass ich ja gerade derjenige bin, der mit seinem Namen und als Person immer sehr am Vordergrund
00:13:30: steht.
00:13:30: Deswegen bin ich dann mal zurückhaltend!
00:13:32: Keine Frage, es ist auch ein schmaler Grad.
00:13:33: Ich bin auch sehr für Autorenzeitungen eigentlich und da ist ja schon im Wort drin das es sehr auch darauf ankommt Lese-und Leser zu überzeugen durch besonderen Stil, durch etwas was jemand besonders gut kann oder... Und auch dein Beispiel, das sehe ich auch so.
00:13:48: als Leser Auch der Azeta weiß ich denn schon Ah!
00:13:51: Das ist jetzt ein längeres Stück, das lohnt sich, da lerne ich was über die Geschichte von Mainz Und in dem Sinne, so ein Profil würde ich es jetzt mal nennen eben nicht so ökonomisch als Marke.
00:14:01: Das Haus zu bilden ist schon auch im Journalismus natürlich wichtig und war's auch früher schon.
00:14:05: Dennis lass uns noch über deinen Werdegang sprechen!
00:14:08: Ich weiß du warst auch später Lokalschef, Du warst Sportschef... das ist ein Werdegan im Lokaljournalismus par excellence oder?
00:14:16: Freut mich, wenn ihr das so seht oder wenn du das so siehst.
00:14:18: Aber es wirkt also.
00:14:20: man könnte auf der einen Seite sagen ich bin nie so wirklich hier rausgekommen.
00:14:23: Auf der anderen Seite sind diese Stationen für dich auch allesamt sehr dankbar sind Ein logischer Aufbau gewesen ohne dass sich das jemals angestrebt habe als ich war.
00:14:32: nach der freien mitarbeit Habe studiert in Mainz an der JGU Soziologie und Kultur Anthropologie Weil ist interessant fand und weil ich ein Lebenfach braucht wobei ich bei kultur anthropologie immer gedacht hab Ganz lustig, aber... Das war lustig.
00:14:49: Und habe aber währenddessen mit dem Studium ermöglicht relativ viel als freier Mitarbeiter geschrieben.
00:14:53: und dann war ich sehr dicht.
00:14:54: nach meinem Bachelorabschluss.
00:14:56: Ich glaube es waren acht oder zehn Tage hat mein Volo angefangen.
00:14:59: Dann habe ich zwei Jahre volontiert, wäre da relativ viel schon im Sport hatte auch tatsächlich das große Privileg, auch als Volontär was damals wirklich keine Selbstverständlichkeit war.
00:15:08: Auch in der Trainingslager von Mainz-N-Fünf zu fahren und dort ja dann sehr eigenverantwortlich auch zur Arbeit und auch schon erste cross mediale Schritte mit Bewegbildformaten zu machen.
00:15:17: Und dann war ich kurz zehn Monate beim Sportbund Rhein Hessen weil ich während meines Wollos gedacht habe entweder Sport oder nix.
00:15:23: und dann hatte die VWM im Sport nichts sondern hab' ich kurze Hand gedacht komm', dann bewerbe ich mich da mal ... und war dann zehn Monate beim Sportbund, habe die Zeit genutzt... ... und im Fernstudium Kommunikation & PR in Österreich studiert.
00:15:35: Und dort meine Masterarbeit geschrieben.
00:15:37: Das hat mir dann die Zeit verschafft, weil das beim Sportwund ein bisschen flexibler war.
00:15:41: Dann kam tatsächlich die Anfrage nach relativ kurzer Zeit, ob ich mir vorstellen könnte wieder zur VWM zurückzukehren... ...um dort Gesamtsportchef zu werden.
00:15:49: Wobei meine erste Reaktion an den damaligen Chefredakteur Friedrich Rögen war,... ...ob er das für eine gute Idee hält?
00:15:54: Weil er wüsste schon, dass ich achtundzwanzig bin und noch nicht so viel Erfahrung hatte!
00:15:58: Aber er fand, es war eine gute Idee.
00:15:59: Für mich war das eine große Chance.
00:16:01: Dann bin ich zurückgekommen und hatte die lustige Situation, dass ich in die Sportredaktion gekommen bin, die ich zehn Monate vorher als Volontär verlassen hatte und war dann auf einmal der Chef.
00:16:13: Das war natürlich ein Prozess für uns alle also sowohl für mich als auch für die Redaktion.
00:16:18: Und nach vier Jahren im Sport... wirklich eine sehr intensiven und tollen Zeit, durfte ich dann in die Lokaleaktion wechseln.
00:16:24: Dann wurde in Mainz Lokalchef, habe das glaube ich drei oder dreieinhalb Jahre gemacht... ...und bin dann in der Chefredaktion gewechselt.
00:16:31: Er ist als Stellvertreter von Friedrich Röhring und jetzt seit... ...Zweitausenddreiundzwanzig als Chefredakteur für allgemeine Zeitung und warmser
00:16:38: Zeitungen.".
00:16:39: Ja ihr seid ja im Führungsteam generell ziemlich verjüngt bei der VRM.
00:16:45: Und es ist aber auch etwas Markus was sich woanders beobachte Im Vergleich zu den Zeiten der neunziger Jahre, Nullerjahre.
00:16:54: Da waren viele Redaktionen schon noch so dass die quasi unter Fünfzigjährigen sich erst mal ganz weit hinten anstellen mussten.
00:17:03: das hat sich verändert und ich finde es auch grundsätzlich positiv von der Veränderung her.
00:17:07: da ist ein bisschen mehr Durchlässigkeit entstanden und das ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet eine Boomer-Generation abtritt, die ja auch dann den noch direkt dahinter waren.
00:17:21: Also zum Beispiel mir auch immer direkt vor der Nase saß und das ist natürlich auch wirklich erkannt worden ist dass sich sehr viel in der Medienwelt verändert hat und es da jetzt alle braucht, die auch mit frischen jungen Ideen
00:17:32: kommen.".
00:17:33: Für den Fall, dass es zuhöriger gibt, die die VRM nicht kennen Dennis vielleicht kannst du ein paar Takte dazu sagen?
00:17:39: Zu euch gehören sehr traditionsreiche Zeitungstitel unter anderem.
00:17:43: Genau hinter VRM verbirgt sich ja nicht nur das, was ich eben schon erklärt habe mit allgemeiner Zeitung oder Wormser-Zeitung.
00:17:48: Wormser-Zeitungen muss man ja sagen, zuhundertfünfzig Jahre einer der ältesten Zeitungszitteln Deutschlands aber durch diverse Zugkäufe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erscheinen wir auch im Hessen.
00:17:58: Was man aufgrund unseres Redaktionsstandortes oder das Hauptsitz sehr oft im Lärchenberg vielleicht nicht vermutet ist dass unser Verbreitungsgebiet mittlerweile zu über siebzig Prozent hessisch weil nicht nur Wiesbaden der Kurier und früher Wiesbadener Tagblatt dazugehören, sondern tatsächlich auch das Darmstädt der Echo.
00:18:14: Die sind glaube ich im Jahr zwei tausendsechzehn dazugekommen und mittlerweile erscheinen wir sogar bis nach Wetzlar bzw dahinter nach Dillenburg.
00:18:22: also unser Verbreitungsgebiet umfasst nicht nur zwei Bundesländer, sondern auch Piemann-Daumen vom Worms bis Dilleburg weit über hundert Kilometer.
00:18:30: Und das macht es natürlich in den redaktionellen Strukturen manchmal anspruchsvoll, weil genau diese Spanne um jetzt nicht nur in den Extremen zu sprechen aber allein zwei Bundesländer oder eben auch ganz verschiedene Kanten von Verbreitungsgebieten eher heterogen sind.
00:18:46: also die sind ja auch unsere Leserschaft fühlt sich ja nicht als VRM-Leserschaft, weil eben Wetzlar mit Worms wenig zu tun hat.
00:18:54: und wir dann im Vergleich zum Beispiel zur Rheinfalz um in Rheinland-Pfalz zu bleiben Die haben ein sehr klares Verbreitungsgebiet mit der Falz und der Felser ist ja zur Not auch Kampffelzer, und überzeugt der Fälzer.
00:19:04: Und wir merken natürlich schon dass wir ein sehr heterogenes und zusammengekauftes Verbreitung Gebiet haben wobei ich zusammen gekauft jetzt nicht negativ sehe sondern das einfach gewisse Notwendigkeiten hatte um uns groß aufzustellen.
00:19:16: Aber wir sind in den Bereichen, in denen wir erscheinen relativ bunt und breit aufgestellt.
00:19:21: Ja
00:19:21: wie schafft man es?
00:19:22: Du sagst das sehr unterschiedliche Menschen auch journalistisch aufzugreifen.
00:19:27: Na dran sein ist wahrscheinlich eine Lösung.
00:19:31: Wie kann der Lokaljournalismus das leisten?
00:19:35: Glicken ja immer in verschiedenen Bereichen drauf und ich finde tatsächlich das Interessante.
00:19:38: Wir haben auch in der Chefredaktion es aufgeteilt, während ich für Rheinland-Pfalz oder Rheinhessen zuständig bin und für die Mantelberichterstattung ist mein Kollege Frank Kaminski für den ganzen hessischen Teil zuständig.
00:19:48: Und allein wenn du ja schon auf Rhein Hessen guckst Das sage ich auch immer unseren Volontären, die in ihrem Durchlaufstationen in verschiedenen Lokalredaktionen haben.
00:19:56: eine Stadtredaktions wie Mainz Ist von den Themen und von den Menschen Anders, das meine ich jetzt nicht wertend sondern einfach nur anders als zum Beispiel Worms All-Zeibadkreuz nach Bingen oder Ingelheim.
00:20:07: und ich empfehle jedem der in der Ausbildung ist oder auch als Reporter irgendwo arbeitet.
00:20:11: Auch mal auf flachere Land zu gehen weil man da wirklich sehr nah an den Themen ist und ich aber auch finde dass es sehr spannende Themen sind weil die sind.
00:20:19: man würde jetzt redselig sagen na beide Leute.
00:20:22: Aber wir merken ja schon je relevanter die Themen sind für die Menschen und das ist nicht immer dieser abgehobene Journalismus in einer gewissen Flughöhe, sondern es sind Themen, die im Idealfall die Fragen beantworten.
00:20:34: Die sich die Menschen vor Ort stellen weil es eben ihnen beim letzten Spaziergang aufgefallen ist oder weil sie dort eine Wahrnehmung haben, die Sie dann mit uns teilen oder bei uns die Antwort dazu finden dass es der Journalismus der Relevanz erzeugt und wir merken, dass dort wo wir relevant sind Jetzt kommen wir wahrscheinlich im weiteren Verlauf des Gesprächs ja auch noch auf die wirtschaftliche Komponente von Lokaljournalismus zu sprechen, aber dort wo wir relevant sind merken wir auch dass wir gelesen werden und zwar egal ob Print in ePaper oder digital.
00:21:01: Also gelesen werde und auch die Leute da abholen übersetzt sich jetzt mal wo sie ihre Interessen und Fragen haben.
00:21:08: das ist ein wichtiges Prinzip wo vielleicht auch der Journalismus in den vergangenen Jahren stärker umgedacht hat und von seinem manchmal zu hohen Ross abgestiegen ist in Teilen auch, würde ich sagen.
00:21:20: Und da gibt es in dem Zusammenhang auch ein interessantes Konzept das sehr viele Zeitungen auch die Zeitung der VRM verwenden.
00:21:30: Aha!
00:21:31: Ja, das Konzept kennt man unter dem Namen User Needs Modell also Nutzerbedürfnismodell wenn man das so übersetzen möchte.
00:21:40: Das wurde mal entwickelt von einem Kollegen bei der BBC soweit ich weiß Zunächst mal in seiner Grundaufbauweise ziemlich simpel und unterteilt Beiträge journalistisch.
00:21:52: Man kann das im Audiovisuellen auch machen, aber es machen vor allen Dingen nach meinem Eindruck sehr viele Zeitungen heutzutage.
00:21:59: Unterteilt man das so in verschiedenen ... Grundbedürfnisse eines Rezipienten und dazu jetzt im Englischen gibt es dann Unterscheidungen wie keep me on trend.
00:22:07: Also einfach mal was läuft so an neuen Trends, update me das alles sind eher auf die Nachrichten, auf das aktuelle geschehenbezogene User Needs also Bedürfnisse aber auch so etwas wie educate Bilde mich, gib mir etwas woran ich mich ein bisschen auch kulturell vielleicht ergötzen kann.
00:22:29: Aber auch Inspire me, inspiriere mich.
00:22:31: also es gibt verschiedene unterschiedliche Bedürfnisse die da auch von unterschiedlichen Beiträgen bedient werden und das kann man jetzt noch weiter aufteilen.
00:22:40: Ich bin auch gespannt Dennis wie ihr das jetzt aktuell vielleicht macht und was für Erfahrungen ihr damit gesammelt habt?
00:22:45: Es ist etwas dass sich Zum Beispiel bei der Situation Zeitung wird das auch eingesetzt.
00:22:50: Mittlerweile alle Artikel werden auch eingeteilt in diese User Needs, also in diese Kategorien um dann zu sehen wie man zum Beispiel an verschiedenen Punkten des Tages also zu verschiedenen Uhrzeiten auch jeweils die passenden Beiträge ausspielt, die am meisten Erfolg versprechen im Hinblick auf das Interesse der Lesenden.
00:23:10: Also es ist ja klar dass man morgens vielleicht erst mal schnell einen Update-Me haben will was eigentlich so passiert, was jetzt wieder da gerade in Amerika los übernacht und dass man jetzt das große ausgehangen... also dafür bräuchte ich jetzt das Modell nicht um das zu verstehen.
00:23:23: aber es hilft einem das zu sortieren, dass man dann ein schönes Lesestück jetzt über die Geschichte eines Stadtteils in Mainz dann vielleicht eher am Wochenende zu einer anderen Uhr und das hilft, dieses Modell zu ordnen.
00:23:36: Ja also ich finde es total spannend dass ihr das mitgebracht habt weil ist tatsächlich ein elementarer Bestandteil unserer Inhalte.
00:23:42: Strategie ist.
00:23:42: die kann man in zwei Felder aufteilen.
00:23:44: das eine sind sogenannte Themenfelder.
00:23:48: also auch da teile ich deine Einschätzung dass wir natürlich mit den Möglichkeiten von digitalen Erhebungen und Performance noch mal eher in der Situation sind wissen zu können was die Leute interessiert und was sie nicht interessiert Und dass wir längst nicht mehr dieses Bild des altherkömmlichen Journalismus haben, das wir den Leuten erklären was sie zu interessieren hat.
00:24:05: Sondern wir vielmehr unser Ohr daran haben was die Leute denn interessiert und ihnen mehr davon geben.
00:24:11: Das haben wir über einen gewissen Zeitraum zum Beispiel gemessen.
00:24:14: Haben das in sogenannte Themenfelder geklustert?
00:24:17: Und haben dann die Strategie heraus entwickelt, dass ich gesagt habe Ich hätte gerne aus unseren Top-Themenfeldern einmal oder zweimal in der Woche Ein Thema, weil wir wissen dass es die Leute interessiert.
00:24:27: Das war ein Stichwort Relevanz oder Alltagsbezug solche Themen wie Verkehr, Wohnen, Gesundheit Gastronomie Wirtschaft und dann kommen in der Erzählung die User Nits oder Wie wir es übersetzt haben die Bedürfnis Kategorien dazu.
00:24:41: das ist ja jetzt keine Pulitzer preisverdächtige Neuerfindung Sondern Es ist Ja Die Auseinandersetzung damit wie Ich eine Geschichte erzähle.
00:24:47: also Wir Haben mit unserer Inhalte Strategie das den Punkt wenn wir es schafft aus einem für die leute relevanten Themen fällt Boden, ein Thema zu setzen und setzten uns dann damit auseinander.
00:24:59: Wie erzähle ich dieses Thema?
00:25:01: Dann kommen die Userneeds- und Bedürfniskategorien ins Spiel!
00:25:03: Und dort haben wir festgestellt dass wir eine Großzahl unserer Texte in dem klassischen Update-Mi Charakter veröffentlicht haben.
00:25:11: also Wir waren sehr nachrichtlich unterwegs und wir können aber anhand unserer digitalen Zahlen zeigen das.
00:25:16: wenn du bei Userneeds eher auf klär mich auf.
00:25:20: Also so haben wir es übersetzt, klär ich auf oder inspiriere mich oder zeig mir die Trends gehst, dass diese Erzählansätze digital wesentlich erfolgreicher sind als der klassische nachrichtliche Text.
00:25:32: und wir haben somit geschafft das wir anhand dieser Userneads- und Bedürfniskategorien Themenkarrieren planen.
00:25:37: also du hast das was du irgendwann erklärt hast, du hast eine Nachricht Die vermeldest du und wenn du dann aber über einen Nachtreher sprichst, dann orientieren wir uns stark daran.
00:25:46: Machen wir daraus ein Fragen- und Antworten.
00:25:48: Klär mal auf, kläre mich auf!
00:25:50: Machen da draus Stichwort konstruktiver Journalismus, ein Inspire-Midjürgenstück und wir gucken nach vorne.
00:25:56: Und so sind wir in der Lage wieder mehr innerhalb der Redaktion in die Diskussion zu kommen oder in den Austausch wie wir an Thema aufbereiten und in welche Richtung es gehen kann.
00:26:08: Dann kommt der dritte Punkt Themenfelder, Bedürfniskategorien, Ausspielung.
00:26:12: Was du eben erwähnt hast?
00:26:14: Wir haben natürlich auch diese Zahlen in einer sogenannten Sendeplanung.
00:26:17: Auch daran merkt man die digitale Transformation eines Medienunternehmens dass wir mittlerweile nicht mehr darüber sprechen was wird der Aufmacher aufsetzen und was kommt denn die Spalten?
00:26:25: sondern wir sprechen darüber zu welchem Zeitpunkt wir am Tag welchen Text ausspielen.
00:26:29: und da merken wir morgens in der Nachrichten stärksten Zeit zählen die stärkste Nachrichten im Update-Me Bereich Und wir kommen dann in einen Tagesverlauf rein, wo wir zum Beispiel um wieder Michael bei Mininger zu nehmen.
00:26:41: So genannte Longreads oder Erklärstücke her gegen Abend ausspielen weil diese Sendeplanung mit diesen Userneeds sich am Mediennutzungsverhalten der Leute interessiert.
00:26:51: das hängt damit zusammen dass dem digitalen die Situation hast.
00:26:54: früher im Print Hast du dir die Zeitung genommen und hat es ja damit, die Zeit um dich mit diesem Inhalt auseinanderzusetzen?
00:27:00: Im digitalen Bereich ist es über die Social Media Kanäle ganz häufig so dass die Nachricht zu dir kommt.
00:27:06: Und das sollte sie im Idealfall zu einem Zeitpunkt der zu deinem Nutzungsverhalten passt.
00:27:11: wenn du morgens Stress hast musst ich fertig machen auf die Arbeit sonst irgendwas.
00:27:14: Willst dich über den Tag informieren, nimmst du dir jetzt nicht die Zeit und sagst ich lese jetzt mal den zwunderzeilen Schmöger zur Einordnung.
00:27:20: Und du legst ihn aber auch nicht mehr zur Seite wie früher und sagste da gucke ich heute Abend rein weil dann ist er schon längst nicht mehr in deinem Algorithmus drin.
00:27:26: das heißt wenn wir es schaffen abends vermeintlich wenn die Leute auf der Couch sitzen Zeit haben dieses Erklärstück auszuspielen und es trifft sie in einem Zeitraum wo sie Zeit haben, um sich für diese Medien zu interessieren oder für die Inhalte korrespondiert das mit den Nutzungsverhalten.
00:27:42: Und dass ist dieser Dreiklang in dem wir versuchen zu arbeiten und im digitalen möglichst die richtigen Themen in der richtigen Erzählung zur richtigen Uhrzeit an unsere User zu bringen.
00:27:51: Das war jetzt ein bisschen ausführlich aber ich wollte den Kontakt darstellen.
00:27:55: Wichtig auch zu erklären weil es auf wirklich das Zeitung machen glaube ich sehr verändert hat von der Grundlogik her.
00:28:02: Ich denke da ist auch vieles unumgänglich und richtig.
00:28:05: Ich habe trotzdem auch so eine normativ demokratietheoretischen wissenschaftlichen Perspektive manchmal Sorge und darüber würde ich gerne mit euch reden, dass natürlich die Bedürfnisse der Menschen ja auch formbar sind.
00:28:20: Also auch klassischerweise die Medien damit wirken an der kulturellen Bildung oder auch an dem was so an der Anspruch ist und ich zumindest doch bei vielen Online-Portalen, die sich aus klassischen Lokalzeitungen entwickelt haben.
00:28:35: Manchmal den Andoka Board ist.
00:28:37: wenn ich das nur anwähle dann bin ich schon so dermaßen überfrachtet mit Kriminalität und Verkehrsnews und so.
00:28:43: Ich bin da schon weg und vielleicht gibt es da irgendwann mal einen guten interessanten anderen Hintergrundbeitrag über politische Themen.
00:28:49: aber dem muss man dann schon richtig suchen und ob der mich denn wirklich findet ist die Frage.
00:28:55: Und das verändert natürlich auch weiter oder bestärkt die Nutzungsgewohnheiten.
00:28:58: also das ist klassisch was wir mal hochhalten, so manchmal auch nur in Sonntagsreden vielleicht.
00:29:04: Dass die lokale Demokratie lebt vom Lokaljournalismus und so das muss man ja dann auch leben und muss halt nicht.
00:29:09: an den Leuten kann man nicht mehr vorbei einfach publizieren und senden.
00:29:12: Das ist klar sowie du das auch geschildert hast.
00:29:14: aber die große Aufgabe wie auch für die schwierigen Themen für die politischen lokalpolitischen Themen zu begeistern ist dass es etwas was mich umtreibt und da nur noch vielleicht der Gedanke dazu also Früher, als man das alles gar nicht messen konnte und einfach nur so das Printprodukt hatte.
00:29:30: Da hat man dann einfach entschieden so zack aufmacher ist jetzt hier die Stadtratssitzung Und das war vielleicht auch rückblickend oft gar nicht so ein inspirierender Text sondern auch ein bisschen dröge.
00:29:40: aber er hatte halt eine gewisse Wucht einfach dadurch dass es der natürliche Aufmacher war und Dann hat er quasi seine Bedeutung her da durchgenommen und mindestens mal die lokalen Eliten haben den dann auch ernst genommen.
00:29:50: Aber heute weil das eben dann wenn man den Beitrag so bringt dann klickt das kaum jemand Versandet das und die Gefahr ist, dass dann auch die Redaktion natürlich merken und erzieht.
00:30:01: Und man auch viele Sachen gar nicht mehr so richtig besetzt.
00:30:05: Die Anreize immer geringer werden und dann wird einfach dieses lokale politische Geschehen weniger gut recherchiert und abgebildet.
00:30:14: Das ist nur eine Gefahr, die ich in manchen Regionen sehe und dagegen zu arbeiten.
00:30:19: Das glaube ich, dass ihr das auch wollt in der Redaktion.
00:30:21: aber ich denke es ist ein tägliches Ringen weil da muss man sich ganz schön strecken um schwierige Vorgänge im politischen Stadtgeschehen interessant aufzubereiten, dass das wirklich genug Leute
00:30:31: lesen.
00:30:31: Ja also es ist total vielschichtig die Antwort darauf.
00:30:35: Ich fange mal an mit... schmaler Grad sich natürlich komplett daran zu orientieren, was die Leute interessiert.
00:30:44: Weil ich bin trotzdem der Überzeugung dass du als Lokalmedium oder generell im Journalismus auch eine Grundaufgabe einer Grundversorgung hast.
00:30:54: also wir hören auch nach diesen Themenfeldern nicht auf und machen nichts über soziales Bildung sondern es ist einfach das wo wir wissen das funktioniert und wir geben den Leuten etwas.
00:31:02: Das zweite ist Wir haben auch schon festgestellt Dass Du im Sinne der Digitalisierung das Phänomen hast, dass Texte und Themen im digitalen anders wirken als in Print-und-Die-Paper.
00:31:15: Bestes Beispiel Gastronomie.
00:31:19: Wenn wir einzelne... Und da will ich jetzt gar nicht über das Mediennutzungsverhalten der Leute urteilen Sondern ich freue mich, dass Sie es lesen.
00:31:24: Aber wir können mit einzelnen Gastrotexten sehr sehr hohe Nutzungszahlen akquirieren Wenn es einfach nur darum geht, wo hat irgendeine Dönerbude aufgemacht?
00:31:32: Wenn wir das in der gleichen Schlagzahl im Print- und E-Paper veröffentlichten haben.
00:31:36: Wir von der Leserschaft schon häufig die Rückmeldung bekommen ihr seid jetzt noch ein besseres Wochenblatt.
00:31:40: Wo bleibt denn eure Relevanz?
00:31:41: ich will gar nicht auf Achtzighundertzwanzigzeilen lesen dass hier irgendwo eine Döenerbude eben sich geöffnet hat.
00:31:47: deswegen sind wir da in der Diskussion wie wir quasi pro Produkt die richtige Darstellungsform finden.
00:31:53: Neues Idee ist immer Aufwand unter Trage im Rahmen zu halten.
00:31:56: du nimmst digital die einzelnen Artikel aus dem Bereich Gastro und veröffentlicht im Print- und E-Paper-Sammler mit einfach kurzen Anreisern, um das Grundbedürfnis der Information darzustellen.
00:32:07: Und das Dritte ist wir haben diese Themenfelder jetzt auch mal neu geordnet.
00:32:11: Wir hatten vorher die von ihr besagten Verkehr Gesundheit, Gastronomie
00:32:14: usw.,
00:32:14: und sind jetzt dahin gegangen weil wir auch mit einer Zielgruppenstudie gearbeitet haben.
00:32:18: warum die Leute uns eigentlich lesen?
00:32:20: Es könnte ein Abendfüllendes Thema sein.
00:32:22: Ich fasse es kurz zusammen, viele Motive zusammen was das Thema Identität Heimat Verbundenheit aber auch Interesse an Geschehenen vor Ort ausmacht.
00:32:33: Und dann haben wir neue Themenfelder geklustert und haben ein Themenfeld lokales Leben und Heimat gegründet, was einfach so ein gewisses Heimatgefühl der Leute abholen soll weil wir schon merken dass wir auch Teil des Stadtgesprächs sein wollen in verschiedenen Ortschaften.
00:32:47: und das zweite was jetzt auf sich auf dich bezieht Wir haben diese ganzen Themen Verkehr und Wohnen.
00:32:52: die haben ja auch immer eine politische Not also du kriegst ja eigentlich im Lokalteil kein Verkehrsthema hin ohne nicht einen einen politischen Einfluss zu haben.
00:33:01: Da haben wir das Thema Kommunalpolitik genommen und da ist der Befund, also das Oberthema.
00:33:05: Und die positive Nachricht finde ich eigentlich positiv oder negativ wenn wir kommunalpolitische durch Richterstattung richtig machen.
00:33:12: Also wir werden unserem Auftrag als vierte Gewalt etwas pathetisch gesprochen gerecht und wir ordnen ein wird decken auf Wir bieten Analysen wir legen den Finger in die Wunde dann wird selbst im digitalen hat es enorm hohe Aufrufzahlen, weil das ist was die Leute von uns erwarten und weil wir dann dieser Grunderwartungshaltung an einen kritischen Journalismus gerecht werden selbst in einem vermeintlich trögen Thema wie Kommunalpolitik.
00:33:35: Deswegen ich bin selbst großer Fan von kommunalpolitischer Berichterstattung in unseren verschiedenen Orten.
00:33:40: jetzt könnte ich aber... Das ist jetzt hier keine Neuerung wenn ich das erzähle und meine Mitarbeiter zuhören sollten.
00:33:46: Was ich natürlich hoffe, weil ich dass auch in Konferenzen sage, es funktioniert, wenn wir's gut machen.
00:33:50: Wenn es nicht funktioniert, ist das auch der Indikator, dass wir's nicht gut machen.
00:33:54: Weil einfach nur die Wiedergabe einer Stadtratsdebatte oder das Unkritische reflektieren dessen was mehr ein Dezernent gesagt hat?
00:34:01: Das ist nicht das, was die Leute von uns erwarten sondern sie wollen die Einordnung und die Geschichte dahinter.
00:34:05: Und das Schöne finde ich, dass das trotzdem funktioniert.
00:34:07: Ja vielen Dank für diese ehrlichen offenen Einblicke sehr spannend Was ihr da macht und man merkt auch die Schwierigkeit an heterogenes Publikum auf verschiedenen Wegen zu erreichen und sie natürlich möglichst zufriedenzustellen.
00:34:21: Ich habe den Eindruck seit vielen Jahren, dass ihr ein Medienhaushalt das viel experimentiert auch im Bewegtbildbereich, im Bereich Podcast, auch im Vertikal-Video was natürlich immer größer wird.
00:34:33: Das ist ja auch eine Haltungsfrage lasse ich mich darauf ein nicht nur weil es ökonomisch notwendig ist sondern weil ihr auch sagt wir wollen die Zukunft aktiv mitgestalten.
00:34:42: so nehme ich das wahr.
00:34:43: Also das eine ist natürlich die ökonomische Notwendigkeit, dass wir uns für die Zeit nach einem tradierten Geschäftsmodell wie einer Prinzzeitung natürlich aufstellen und das unterscheidet auch.
00:34:54: Das hatte Tanja vorhin angedeutet glaube ich jetzt meine Generation von Chefredakteuren, von den Generationen vorher.
00:35:00: Weil wir die Ersten sind, die ein neues Geschäftsmodell für einen regionalen Tageszeitungsverlag entwickeln müssen um uns eben für die Zukunft zu wappnen und ich glaube daher auch der Trend dass mittlerweile viele Chefredaktere aus eigenen Häusern jüngeren Alters berufen werden.
00:35:16: also wenn ich irgendwo Vorträge halte zum Thema digitale Transformation steige ich manchmal mit mir in dem Vergleich der Reihe meiner Vorgänger.
00:35:22: Ich weiß selbst daraufhin, weshalb ich aus der Reihe falle.
00:35:25: Nämlich weil ich Turnschuhe anhabe und im Schnitt zwanzig Jahre jünger bin als diejenigen.
00:35:30: Und diese Offenheit finde ich tatsächlich aber auch für Reporter total sinnvoll und spannend.
00:35:37: man muss sich natürlich drauf einlassen.
00:35:38: also zum einen müssen wir den Mut haben diese Formate ins Rennen zu schicken und da sind wir auch im schweren Ewerbereich unterwegs.
00:35:44: es gibt Dinge die fühlen sich Strategisch total toll an aber es guckt leider keiner.
00:35:50: dann musste dich auch irgendwann davon trennen, aber ich finde für einen reporter.
00:35:54: Die möglichkeit im digitalen sich zu entwickeln und die darstellungsformen die du da hast also das früher in der zeit in der hier vomzeitung lieber nachrichten oder ich warst du von einem termin und hast maximal noch das foto dazu gemacht.
00:36:07: das war schon die sperr spitze der Crossmedialität der frühen Jahre und hat das zu hundertzwanzig Zeilen oder achtzig unten Infokasten.
00:36:14: Und mittlerweile kannst du ja, wenn Du als Reporter im lokalen Historisch schreibst selbst noch deinen Bewegtbild dazu erzeugen.
00:36:20: Du kannst eine Bildergalerie reinhängen, du kannst ne Umfrage rein basteln, du kann es andere digitale Darstellungsform nehmen.
00:36:26: und dazu gehört natürlich auch dass mittlerweile unsere Reporter die Möglichkeit haben auch vor die Kamera zu gehen.
00:36:30: also was wir ganz am Anfang gemacht haben so Thema Facebook Live Dazu zwingen wir niemandem, weil ich möchte niemanden der sich vor der Kamera nicht wohlfühlt.
00:36:39: Vorne Kamerastellen, weil das merkst du dann?
00:36:41: Das kannst Du jetzt viel besser beurteilen Markus als Ich dass es nicht ist was demjenigen liegt der ja auch im Zweifel einen anderen Beruf ergriffen hat aber die Möglichkeiten auf einmal vor Ort Nicht zu überlegen.
00:36:53: Beispiel Kofferfund am Hauptbahnhof Und dann schickst du den Reporter hin und in einer Textzeit hätte der halt geschrieben, dass da grad nichts los war.
00:37:03: Aber es gibt ja Themen die leben vom Bild.
00:37:05: also ich will er eigentlich nicht im text beschreiben das da gerade ein menschenleerer Hauptbahnhof ist sondern ich würde am liebsten live gehen mich hinstellen das kurz erzählen und dann einfach mit dem Handy und das ist ja heute der Vorteil mit iPhones und anderen Möglichkeiten umschwenken und zeigen wie ein menschenehrer Hauptbahnhofs aussieht.
00:37:22: Und das ist aber auch für unsere Redaktion natürlich eine Entwicklung, weil wir schon merken dass es anspruchsvoll ist in verschiedenen Kanälen zu arbeiten sich damit auszukennen technisch sich damit wohlzufühlen.
00:37:32: Aber ich finde in dieser digitalen Transformation und diesen Darstellungsform stecken für uns sehr viele Chancen weil wir Journalismus einfach viel besser zugeschnitten auf die jeweiligen Erzählweisen darstellen können.
00:37:43: Und da freut uns natürlich, dass wir auch im Bereich Podcast so große Erfolge haben weil wir dort merken gerade mit den lokalen Podcasts das es offensichtlich auch einem Mediennutzungsbedürfnis der Leute entspricht die einfach mittlerweile bereit sind lokale Nachrichten zu konsumieren aber eben über dem Audioweg und nicht mehr zwingend über den geschriebenen Text.
00:38:03: Dennis überwiegt bei dir und bei euch in der Relektion Die Sorge oder die Euphorie was künstliche Intelligenz angeht?
00:38:11: Beides Also.
00:38:12: natürlich hast du ganz häufig die Sorge, dass... Das
00:38:14: geht nicht.
00:38:15: Kann ich beides überwinden?
00:38:16: Kommt drauf an wie du fragst und ich könnte jetzt versuchen zu quantifizieren!
00:38:22: Es gibt natürlich schon die Sorgge das KI irgendwann Journalisten ersetzt oder Reporter ersetzt und dass sie unseren Job macht.
00:38:29: es gibt die Euphorie, dass die KI uns Arbeit abnimmt die lästig ist und wo es dann tatsächlich keinen Unterschied macht, ob das eine KI macht oder ein Mensch.
00:38:38: Und wir haben ja auch KI-Richtlinien uns in der Chefredaktion gegeben und es gibt die eine klare Linie für die wir stehen, wo wir KI einsetzen und zwar KI benutzen wir um... bestehenden Content entweder zu redigieren, also aber es muss bestehende Content geben.
00:38:54: Also wir lassen die KI in keinem Fall Content kreieren oder haluzinieren sondern wir nehmen's zum Beispiel beim Thema redigierend oder was am besten funktioniert Überschriften, Vorschläge nach Seeugesichtspunkten.
00:39:07: Dass du dann die KI einen Vorschlag machen lässt wie eine Überschaft aussehen kann.
00:39:10: aber den Text hat ein Reporter geschrieben und wir sehen schon den großen Mehrwert darin was auch in der Branche mittlerweile immer wieder betont wird dass das was wir machen und was der Anspruch der Leute an uns ist Einordnen recherchieren ein Netzwerk haben Gespräche führen Themen setzen dass das nur wir können.
00:39:28: Und deswegen gehe ich mit dem Thema KI insofern gelassen um, dass sich relativ selbstbewusst dafür stehe.
00:39:33: Dass die Qualitätskriterien für die Leute Geld bezahlen im Journalismus weiterhin nur von gut ausgebildeten lokal vernetzten Redakteuren gemacht werden kann und wir nutzen die KI als Unterstützung braucht aber auch tatsächlich für uns intern, aber auch für uns außer für extern diese KI-Richtlinien, die wir aus sehr transparent öffentlich gemacht haben.
00:39:53: Weil die Leute natürlich auch diese Frage hatten bezahle ich jetzt künftig Geld dafür dass eine KI uns irgendeinen Content zusammenkreiert oder stehen dann nicht noch Menschen dahinter, die das recherchiert haben?
00:40:03: Ja also ich denke eben auch gerade im Lokaljournalismus ist es eigentlich der Lackmustest.
00:40:08: was hat die KI nicht, was ich habe?
00:40:11: Ich hab den Zugang zu echten Menschen!
00:40:13: Ich muss da hingehen... ...ich muss mit denen reden, dass hat die AI alles nicht gemacht wo sie es schon gemacht hat aus irgendeinem Grund, weil andere nämlich schon vorher da waren.
00:40:23: Ist das vielleicht auch nicht mehr so interessant und spannend für mich als Lokaljournalist?
00:40:28: Das heißt ist es auch gegen die Verklärung manchmal der Vergangenheit wichtig sich zu vergegenwärtigen was alles für ein Schrott und für langweiliges Zeug auch in den Zeitungen früher stand.
00:40:39: Wo man heute sagen wird zum Glück braucht man das alles nicht, weil das ist A also auf Social Media und auf den Vereins Websites und sonstwo.
00:40:45: Und jetzt gibt's noch ein paar Sachen die die KI einem da ins haus trägt.
00:40:50: aber es gibt glaube ich schon noch einen großen großen bereich auf dem man sich stürzen muss und kann und sollte der dann von der kei auch überhaupt nicht so bewältigen ist und der dann höchstens von der kai noch in dem sinne verbessert werden kann dass man noch ein fehler findet oder da noch irgendein tipp kriegt wie man vielleicht eine überschrift anders machen kann.
00:41:07: und dann nimmt man diesen tip an oder eben auch nicht und das wäre moment so.
00:41:12: der stand aber trotzdem die frage spürt ihr trotzdem was?
00:41:16: Also es gibt ja schon auch die Klage nicht nur in den USA, sondern auch Deutschland.
00:41:19: Dass der Traffic also die Zugriffe auf bestimmte Portale, auf Webseiten und auch von journalistischen Anbietern durch diese KI Overviews beispielsweise massiv zurückgegangen sei bei manchen und für bestimmte Themen das auch immer schwieriger wird das zu schützen, also bestimmtes Service-Themen beispielsweise wo die Leute einfach wirklich Shatchi BT und andere fragen Und man das dann auch gleich sein lassen kann.
00:41:43: Wir haben tatsächlich da aktuell den ganz großen Druck oder die Auswirkungen gespülen werden, sofern noch nicht dass ich auch schon gehört habe wie du es angesprochen hast wenn wir jetzt ein überregionales Ratgeber Magazin wären.
00:41:57: Die sind glaube ich im Moment wirklich gekniffen weil das was dort Aufbereitet wird und als thema gesetzt wird haben die nicht alleine.
00:42:05: Und eine KI kann sich das aus verschiedenen Quellen zusammensuchen, und dass dann eben zusammenfassen per google AI overview und diesen lokalen Content den haben in der Regel ja entweder nur wir oder noch kleinere mitbewerber und steht hinter der paywall ist auch immer die frage worauf kann dann Wer zugreifen?
00:42:22: und wir merken schon, dass unsere ureigendsten exklusiven Geschichten oder Bezahlgeschichten da aktuell nicht drin auftauchen.
00:42:30: Das heißt, wir haben jetzt keine Delle aufgrund von diesen Zusammenfassungen sondern kommen da im Moment in unserem Geschäftsmodell noch ganz gut um die Kurve bei größeren Themen, die jetzt eher in diesem Charakter fallen Wir machen Servicestücke zum Thema Gesundheit oder Rente Und das haben auch viele andere Medien, dann ändert sich das natürlich.
00:42:48: Ja es ist keine neue Erkenntnis dass Verlage zu kämpfen haben mit sinkenden Auflagen.
00:42:53: wie schafft man es den Lokaljournalismus der Zukunft zu finanzieren?
00:42:57: Ich sehe ihr macht sehr viel gehabt teilweise auch live Übertragungen von regionalen Fußballspielen.
00:43:03: Unfassbar guten Aufruf zahlen.
00:43:05: ist es auch ein Mittel und einen Weg der neue Abonnenten zu gewinnen.
00:43:09: Ja, also wir stehen natürlich schon unter die Überschrift über dem was wir machen du hast das eben angedeutet ist wie kriegen wir den Content den wir erstellen digital so monetarisiert dass er die Rückgänge in dem Print und teilweise ePaper-Geschäft haben?
00:43:23: wir keine Rückgange sondern Wachstumsraten.
00:43:25: aber die Rückgang im klassischen Printgeschäft auffängt, dass etwas mühsame ist.
00:43:30: Dass wir digital vielbeviel mehr Aufwand betreiben müssen um den Rückgang im Print von einem einzelnen Abonnenten oder von wenigen Abonenten aufzufangen und das natürlich die Zahlungsbereitschaft der Leute digital nicht sonderlich ausgeprägt ist.
00:43:45: ich glaube das haben uns ehrlicherweise selbst eingebrockt.
00:43:47: jetzt nicht wie hier bei der VRM exklusiv sondern generell die Medien.
00:43:50: weil als irgendwann dieses Internet angeschaltet wurde herrschte glaube ich die Meinung vor, dass wir das aufgrund von Reichweiten über die Anzeigen refinanziert bekommen und fast alle Medien haben ja kostenfrei ihre Inhalte ins Netz gestellt.
00:44:03: Was ja wenn man jetzt heute mit ein paar Jahren Abstand da drauf guckt insofern widersinnig ist weil du den Leuten ja quasi vor der Nase gehalten hast.
00:44:10: hier hast du den Inhalt für den Du bezahlst in deiner Tageszeitung und hier kriegst du ihn quasi auch kostenlos Und die Leute verstehen ja bis heute es wird besser aber bis Heute in wenigen Teilen nicht Dass Man Auch Für digital Inhalt und Journalismus Geld bezahlen muss, wir haben das ganz deutlich gemerkt bei Corona.
00:44:28: Da hatten wir sehr hohe Aufrufzahlen weil natürlich auch zum einen die Quote an Desinformationen bei so einem Superthema im Netz relativ hoch war.
00:44:37: für uns sehr positiv ist dass die Leute uns schon als... sichere Anlaufstelle für Informationen wahrgenommen haben.
00:44:43: Daher die Aufrufzahlen und dann kam häufig in den Social Media Kommentarspalten, die Hinweise.
00:44:48: das ist doch aber jetzt ich muss das ja wissen Das ist ja für mich relevant.
00:44:51: Das könnt ihr doch nicht hinter die Bezahlschrank stellen weil es ist sehr wichtig für mich wir natürlich am Anfang geantwortet, naja wenn es wichtig für dich ist dann bezahl auch dafür.
00:45:00: Wenn du mit Hunger zum Bäcker gehst, dann sagst ja auch nicht ich habe aber Hunger und wenn ich nix esse, dann geht's mir nicht gut.
00:45:05: also gibt mir das Brötchen kostenlos, also bezahle auch für digitalen Journalismus.
00:45:09: interessant war aber für mich dass irgendwann in den Community-Spalten selbst dieses Bewusstsein dafür gestiegen ist und sich die Community selbst da bereinigt und aufgeklärt hat und eine Lanze gebrochen hat wirklich daran zu schaffen, dass wir Themen digital bei uns quasi conversions oder digital abos.
00:45:31: Dass wir die schon generieren auch über fußball live zum beispiel das sind dann andere zielgruppen und andere zugänge.
00:45:36: das hilft uns schon.
00:45:37: da ist aber das problem dass die turn rate also die bleibe dauern Nicht so ausgeprägt ist, wie das früher in einem klassischen Print-Abo der Fall war.
00:45:44: Da hast du ja eine bewusste Kaufentscheidung getroffen und konntest es vielleicht auch gar nicht zu zeitig wieder kündigen.
00:45:49: Und wir merken jetzt schon bei digitalen Probeabos oder bei Leuten die eben über Einzelartikel-Abos abschließen Dass dann Der nächste mögliche Zeitpunkt zur Kündigung genutzt wird und du einfach kein haltbares Abo hast.
00:46:01: Was aber auch?
00:46:02: letzter Satz zum Thema.
00:46:03: sonst antworte ich immer solange Daran liegt dass Du Ja Im print mit einem finiten Produkt Die Kaufentscheidung beeinflusst hast.
00:46:13: also derjenige hatte einen ganzen Blumenstrauß an Themen vor sich gehabt und hat ja schon A schon gekauft gehabt.
00:46:19: Und B durchgeblättert.
00:46:20: manches hat ihn interessiert manches nicht und irgendwie war so der Gesamteindruck der Zufriedenheit.
00:46:24: am Ende bleibe ich dabei oder nicht?
00:46:26: im digitalen überzeugst du ja mit dem einzelnen Thema, Natürlich kannst du auf Strecke sagen, wenn du zwei drei was wir auch machen.
00:46:35: Wir spielen mit der Bezahlschranke plus oder mietert.
00:46:38: Du nimmst ein paar Reichweiten starke Themen um die Leute auf deine Produkte aufmerksam zu machen und wenn sie dann irgendwann bei der Stange bleiben Dann kriegen Sie eine Bezahlschrank Und hoffentlich haben sie den Eindruck gewonnen dass das was wir machen so gut ist, dass sie da noch Geld dafür bezahlen.
00:46:49: aber in der Regel beeindruckst ihr oder gewinnst du sie Mit dem einzelnen Thema nicht mit dem Gesamtprodukt dessen was du gerade zu einer gewissen Uhrzeit dabei hast.
00:46:58: Und daher ist, glaube ich die Loyalität und die Zahlungsbereitschaft nicht mehr so haltbar wie in diesem Print.
00:47:03: In dieser Printwelt weil du ganz schnell wieder mit ein zwei Klicks sagen kannst okay komm.
00:47:07: jetzt habe den Artikel gelesen das nette aber ich kündige zum nächsten möglichen Zeitpunkt wieder.
00:47:11: Das macht das Digitale als Geschäftsmodell halt so anspruchsvoll.
00:47:14: Interessanter Punkt, mir war auch aufgefallen dass in den Kommentarspalten auch bei euch immer wieder die eigenen Leser sozusagen auf die Begründung dafür liefern warum nicht alles gratis sein kann und insbesondere diese Metapher mit dem Bäcker die kann ja jeder nachvollziehen.
00:47:28: Und ich habe den Eindruck vielleicht ist natürlich sehr subjektiv aber dass sich da auch was im Verständnis Lesern wandelt, dass guter Journalismus Geld kostet.
00:47:38: Insbesondere im regionalen.
00:47:40: Denn die Agenturen kommen deutschlandweit.
00:47:43: Aber das was lokal passiert kann ja nur die Zeitung in dem Sinne liefern?
00:47:48: Ja es stimmt aber trotzdem gibt es natürlich auch eine Vielzahl an Angeboten, die dann gerade für jüngere Menschen attraktiv sind wo man da nur einen Klick entfernt wieder als Abo abschließen soll.
00:47:59: und das macht also nicht ganz einfach.
00:48:01: Und so gesehen glaube ich ist immer noch gemischt.
00:48:04: Man könnte jetzt auch sagen, naja vor... ...von zwanzig Jahren wurden schon die Prognosen erstellt und nach der Motto ähm es gibt zwei tausend zehn gar keine Zeitungen mehr und so etwas das scht Dimmt ja so nicht.
00:48:16: Es ist nicht eingetreten, also noch nicht mal für Print.
00:48:18: es ist korrekt obwohl es zunehmend Verlage gibt die jetzt dann so das Ausliefern einstellen und für dieses tausende auch zum Zuschussgeschäft wird in manchen strukturschwachen Regionen wo einfach zu wenig Leute wohnen als dass sich das lohnt da überall einzeln die Zeitung auszutragen Und die Papierpreise sind gestiegen und sowas.
00:48:35: Das heißt print is schon ein sterbenes Geschäft aber bringt immer noch Geld für manche ein und das Digitale wächst in manchenlei Hinsichten mehr, als es vielleicht auch manche geträumt hatten vor einiger Zeit.
00:48:47: Also man macht da teilweise schon mit Geld.
00:48:49: dennoch ist die Situation ohne dass jetzt in die Details bei der VM vielleicht gucken müssten aber in anderen Verlagen auch durchaus mitunter schwierig.
00:48:58: so schwierig zumindest, dass es auch in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine erhebliche Konzentrationswelle gab also Fusionen gab zwischen Verlagen wirklich etwas ausgedünnter ist.
00:49:11: Also in Deutschland immer noch ganz okay im Vergleich zu manchen anderen Ländern, Europas auch oder weltweit gesehen.
00:49:17: aber es ist schon dünner geworden die Pressevielfalt hat abgenommen und insgesamt ist das sicherlich aus so einer ganz übergreifenden Perspektive auch demokratietheoretisch nicht so ganz erfreulich da man eben auch wirklich vierte Gewalt Hast du vorhin als pathetischen Begriff?
00:49:36: Ja, aber wir stehen dafür schon auch hier ein.
00:49:38: Auch als Menüversteher dass das extrem wichtig ist also dass guter kritischer Journalismus auch so etwas wie Demokratie-Schutz ist.
00:49:45: Und wenn der im Lokalen zu wenig Ressourcen hat, dann wird es zum Problem wahrscheinlich, dass man eine eigene Folge vielleicht mit irgendeinem Medienökonom noch, wie man da vielleicht noch andere Modelle erfinden kann – das ist extrem heitel wie auch du denn ist natürlich weißt weil man auch den Staat nicht so rein regieren lassen will.
00:50:00: also wie kriegt man da Modelle?
00:50:01: Der Förderung hin die auch den Verlagen wirklich helfen und am Ende kommt es auch darauf an.
00:50:06: An kommt also das ist die Presse.
00:50:09: Landschaft ist wirklich nicht ganz einfach.
00:50:11: Thema Landschaft ich weiß nicht, denn es reden wir ja auch noch über die Flora und Fauna in Mainz.
00:50:17: Du meinst wegen der afrikanischen Stechmücke was war der Betriff?
00:50:23: Asiatische Tiger.
00:50:26: Ja die gibt's im großen Sand im Natursches Gebiet.
00:50:30: Ah, interessant!
00:50:31: Ja da jogge ich öfter mal und die wir begegnen uns da.
00:50:34: Also die Mück und ich... Aber
00:50:36: was du eben gesagt hast will ich nur auch kurz unterstützen insofern dass ich schon den Punkt sehe oder mir auch die Fragestelle wie sich eine Gesellschaft informieren möchte also zum einen welchen Zugang sie zu Nachrichten hat und welche Rolle für sie Informationen spielt Und zum zweiten natürlich in dem Schritt aus einem gewissen Eigeninteresse heraus, was eine Gesellschaft oder einzelne bereit sind für diese Informationen und für gesicherte Informationen zur persönlichen Meinungsbildung zu bezahlen.
00:51:09: Weil das natürlich das Grundgeschäftsmodell von Journalismus ist und ohne jetzt auch näher auf die Vm einzugehen aber der Spagat zwischen wirtschaftliche Notwendigkeiten und einer Grundausstattung um eben diesen journalistischen Standards gerecht zu werden.
00:51:21: Der wird schon immer breiter, das merken wir an ehrlicherweise an manchen Stellen, da verrate ich jetzt auch nicht zu viel schon leider zu Lasten der Qualität und ich glaube das soll kein Hilferof in Richtung Politik sein.
00:51:32: Und ich will mich jetzt auch noch nicht inhaltlich abhängig davon machen aber du hast ein zwei andere Modelle angesprochen.
00:51:37: Da hatten wir auch schon im Interview drüber gesprochen.
00:51:39: wenn ich dass jetzt mit die wirtschaftliche Situation in vielen Häusern auch auf den nächsten Jahre hinweg angucke muss sich auch die Politik darüber Gedanken machen was ihnen ein oder was ihr ein freier Journalismus wert ist und ich prognostiziere bis in aller Ewigkeit nicht ohne irgendeine Form von Unterstützung funktionieren wird, weil ansonsten wird das irgendwann schattig.
00:51:57: Also die Zahl der Einzeitungskreise wächst?
00:51:59: Wir haben schon mal über News-Deserts gesprochen da wo kein Journalismus herrscht ist natürlich auch die Wahrscheinlichkeit höher dass da vielleicht Korruption langsam um sich greift.
00:52:09: Da gibt es ja viele Folgen die man sich vorstellen kann.
00:52:12: Jetzt gab es auch in Mainz Mal Zeitweise die Mainzer Reinzeitung.
00:52:15: ein Konkurrent von euch Dennis.
00:52:17: Jetzt war aus ökonomischer betriebswirtschaftlicher Sicht, wart ihr wahrscheinlich froh weiterhin der Platz hier zu sein.
00:52:23: Aber aus publizistischer Sicht kann ich mir vorstellen dass du es bedauert hast das die Zeitung vor einigen Jahren eingestellt wurde in Mainz?
00:52:31: Ja ich fand tatsächlich also man muss dazu sagen als sie eingestellt wurde ich kann mich noch dran erinnern Ich war Volontärin der Sportredaktion und der damalige Chefredakteur Christa Lindner Das ist da glaube ich per Twitter einfach mal so kurz rausgehauen Und dann machte das bei uns die Runde nach Motokrass.
00:52:44: Die werden jetzt quasi eingestählt.
00:52:46: Es hatte zum einen die persönliche Note, dass du auf Termin einfach immer auch den Kollegen der Rheinzeitung getroffen hast.
00:52:52: Und das waren ja wirklich viele erfahrene Kollegen mit ganz viel Hintergrundwissen und da habe ich auch den persönlichen Austausch immer sehr geschätzt.
00:52:59: also wie häufig Bundesliga, Bundesliga-Landesliga oder Verbandsliga Spiele in Gonsenheim oder Finten neunzig Minuten neben dem Kollegen der Reinzeitung verbracht hat und wir haben über Gott und die Welt geredet.
00:53:09: Aber natürlich ist die Form von Konkurrenzsituationen, finde ich auch immer befruchtend.
00:53:13: Natürlich ist es immer angenehmer wenn du die Nachricht vorher hast und der Konkurent zieht nach.
00:53:20: aber dieses klassische Konkurrentsverhältnis um zu überlegen was haben die?
00:53:24: Was haben wir?
00:53:24: das Sport natürlich schon ein.
00:53:26: Ich will letztlich sagen dass das automatisch, wenn du's nicht mehr hast, dafür ist, dass du bequem wirst.
00:53:30: Es wäre jetzt ungerecht den Redaktionen gegenüber aber es macht einfach etwas mit dir Wenn es einen anderen gibt der das vorher hat.
00:53:38: Interessant fände ich jetzt ehrlicherweise die meinste Reinzeitung im heutigen Zeitalter, weil damals ... Ich habe es ja eben angesprochen bis zum Jahr zwei Tausend Elf.
00:53:45: Das war ja mit digital in den Kinderschulen und da hattest du ja andere Rhythmen.
00:53:50: also da haben wir in der Redaktion dann die Rein Zeitung morgens gelesen Da habt ihr auch noch kein Vorabend ePaper und dann hast du halt morgens gedacht Fakt, das haben die und es haben wir nicht.
00:53:57: Und dann hast Du halt hinterher telefoniert und hattest der ganz andere Arbeits- und Erscheinungszyklen.
00:54:02: Heute sind wir ja viel mehr davon getrieben.
00:54:04: wenn jemand anderes das hat in Mainz jetzt der Merkurist oder im Sportbereich Kicker oder Bildzeitung bei Mainz mit fünf guckst Du natürlich dass du relativ schnell hinterher kommst.
00:54:12: ich finde aber tatsächlich immer das Konkurrenz Das Geschäft belebt weil dort einfach noch viele lokaler nur hauen viele Sichtweisen drin gesteckt haben.
00:54:21: Aber die Erfahrung zeigt, also der Flickenteppich dann ja fast angesprochen.
00:54:25: Die Zeit dass es einen kleineren bis mittelgroßen Städten auf Dauer zwei Lokalzeitungen gibt und das haben wir jetzt sogar in Köln festgestellt als großer Stadt Das ist glaube ich auch kein Zukunftsmodell mehr weil sie sich in irgendeiner Form auch wenn Sie es gegenseitig nicht böse meinen kann liberalisieren und zweiein einem Ort Erfahrungsgemäß nicht mehr lange aushalten.
00:54:46: Und so wie du sagst, also diese Akkulität dass der eine schneller ist und der andere das löst was aus aber was ja das Schlimmste is gar nicht so richtig wissen unter Umständen, was wir nicht wissen.
00:54:57: Also wir können nicht sagen was uns alles entgeht.
00:55:00: das war auch natürlich bei einer Konkurrenzsituation nicht immer gegeben dass dann alles ausgegraben wurde was hätte ausgegraben werden sollen.
00:55:06: aber die Wahrscheinlichkeit steigt natürlich wenn man da eine größere Vielfalt hat und jetzt hat man natürlich die Chance dass auch durch Bürgerinnen und Bürger die wachsam sind und irgendwelche Organisationen irgendwelchen Missstände aufgedeckt werden die dann die Lokalzeitung aufgreifen kann.
00:55:21: das war natürlich auch früher schon so aber würde jetzt manchmal durchs Internet noch leichter, laut zu werden als Bürger.
00:55:28: Aber ob es das wirklich ersetzen kann was professionelle Redaktionen da jeweils leisten ist die Frage und so gesehen ist es wirklich keine gute Entwicklung wenn wir einfach schlichtzu wenig Journalistinnen und Journalisten haben die auch wirklich Zeit etwa zum recherchieren haben auch im lokalen.
00:55:42: Denn was du als Spagat benannt hast, sehe ich schon auch so.
00:55:45: Ich finde das einerseits beeindruckend, was ihr bei der VRM macht und auch etwas andere Lokalzeitungsverlage teilweise leisten mit Blick dann, was sie ja noch experimentieren mit Podcasts und Social Media in diversen Sachen und Twitch und hier und da und Tadala und Sport
00:55:58: usw.,
00:55:59: aber das muss ja auch alles gemacht geplant und logistisch umgesetzt werden.
00:56:02: Und das bedeutet im Zollsfall dass man dann an anderer Stelle Da nicht die Chance hat, mehrere Leute mal für ein paar Tage irgendwo hinzusetzen und auch einfach mal in Ruhe rausgehen zu lassen.
00:56:13: Und auf Verdacht hin mit Leuten quatschen zu lassen.
00:56:15: umso wichtiger allerdings das was ihr auch bei der VRM gemacht habt so einen mindestens mal kleines Investigativ oder zum Researcheteam wie immer man muss es gleich so hochhängen also auch zu bilden die die Chance haben jenseits von dieser Grundtempo dass in Redaktion herrscht mit etwas mehr Zeit und Intensität sich einer Sache anzunehmen.
00:56:35: Ja, guter Punkt.
00:56:36: Tannif das wollte ich Dennis ohnehin noch fragen welche Geschichten der vergangenen Jahre haben euch besonders geprägt?
00:56:42: Wann ist der VRM ein richtiger Scoop gelungen?
00:56:45: wann warst du so richtig stolz auf dein Team was du natürlich sowieso jeden Tag bist.
00:56:49: aber was ist dir da in Erinnerung?
00:56:52: also ich glaube der bekanntere Scoop oder bekannteste aus der jüngeren Vergangenheit.
00:56:57: Das haben die Kollegen von Wiesbander Kurier geschafft, das ist diese ganze AWO-Bericherstattung gewesen.
00:57:02: Ich erinnere mich noch an die Anfänge wo es Gerüchte gab was dort mit dem Ehepaar Richter so läuft und hinterzogen wird und dann wuchs sich das ja tatsächlich zu einem richtigen AWO Skandal aus, der auch bis hin in die Politik gereicht hat.
00:57:18: Ja, wie soll ich sagen?
00:57:19: Das klingt immer komisch.
00:57:20: Wenn ich das dann als Erfolg verbuche wenn aufgrund unserer Berichterstattung Politiker zurücktreten mussten weil wir ja keine Kampagnenberichterstatter betreiben um jemanden aus dem Amt zu bekommen.
00:57:28: aber unsere Berichterstattung hält natürlich den Druck hoch und auch das öffentliche Interesse.
00:57:33: Und da war tatsächlich die AWO-Berichterstattung sehr, sehr federführend und wofür ja der Kollege Steffen Weber in Zusammenarbeit mit den beiden anderen oder mit den drei anderen Landeskausponenten den Wächterpreis sogar bekommen hat.
00:57:45: War die Berichterstatterung rund um das Ahrtalflut und den danach folgenden Untersuchungsausschuss, wo wir viel zu Tage gefördert haben?
00:57:54: Das waren wirklich so große Sachen, die dann auch mit Preisen... bedeckt worden sind.
00:57:59: und so im Kleinen, weil es mir gerade anfällt.
00:58:01: Das geht auf die Karte der DPA fand ich natürlich jetzt nach der Bildung der Landesregierung das dort herausgefunden wurde dass mit Henry Kehring der zweite Lotto-Geschäftsführer noch installiert werden sollte mit den zwehunderttausend Euro.
00:58:13: und ehrlicherweise wenn wir über Wirkung von Medien sprechen deswegen sage ich auch dezidiert wir sind ja mit eingestiegen und haben dann berichtet.
00:58:20: aber Ich glaube, wenn die DPA das nicht ausgegraben hätte und wir als Medien hätten es nicht aufgegriffen und aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet wäre der vom Aufsichtsrat berufen worden.
00:58:30: Und wir hätten am Ende die Verzugsmeldung gehabt dass Lotto Rheinland-Pfalz jetzt zwei Geschäftshörer hat zu einem Jahresgehalt von zwehunderttausend Euro.
00:58:36: Und dann hättest du ja nicht mehr abberufen und dass er jetzt das eher ein Rückzieher gemacht hat und dass die Politik so glaubt man zumindest, wenn man das hört Jetzt die Einsicht gewonnen hat, dass es vielleicht keine gute Idee gewesen sei, das zu machen.
00:58:47: Das ist nur entstanden aufgrund der Berichterstatt von lokalen Medien oder dann in dem Fall auch der DPA.
00:58:53: Also Tanev Journalismus wirkt, kann man das so zusammenfassen?
00:58:57: Das finde ich ein sehr gutes Beispiel.
00:58:58: Es ist ja noch nicht so lange her jetzt mit diesem Lottofall und... Das ist tatsächlich gerade auch so als jemand, der seit erst zehn Jahren schon eine Weile.
00:59:07: Aber trotzdem zugegreist ...
00:59:08: Tanja, du warst auf diversen Fastnachtssitzungen.
00:59:12: Ich
00:59:13: versuche mich irgendwie zu intervieren aber es ist eben so das mir schon auffällt was ja auch sehr angenehme Seiten hat dass ein Land wie Rheinland-Pfalz natürlich auch davon lebt dass die Leute alle sich irgendwie kennen und nett miteinander sind und die Politiker selbst auch zwischen CDU und SPD.
00:59:26: dann gibt er einer dem anderen noch einen Posten und so geht das über Jahre.
00:59:31: genau das Mediö, in dem dann schon auch so eine kritische Lokal- und Regionallandesberichterstattung wichtig ist.
00:59:38: Und da darf man einfach nie von ablassen – also auch bei diesem Thema, dass du ja auch genannt hast zu Recht, auch genannte Heimatverbundheit, all das bedient natürlich auch ein Lokalmedium.
00:59:47: aber man darf nie Zweifel drauf oder aufkommen lassen, dass es auch darum geht wirklich den Finger an die Wunden zu legen.
00:59:55: und ich denke auch wie du nennest, die hätten das einfach so durchgewunken.
01:00:00: hätte Hätten der Journalisten nicht nachgefragt, wäre das einfach so passiert und fertig.
01:00:04: Und das geht eben nicht!
01:00:06: Dafür haben wir kritischen Journalismus und zum Glück...
01:00:10: Dennis was mich noch interessieren würde?
01:00:12: Was war dein schwierigster Tag bisher als Chefredakteur?
01:00:16: Jetzt hast du gefragt als Chef-Redakteur also als Reporter hätte ich dir jetzt
01:00:21: vielleicht die Zeit auch davor?
01:00:23: Ja, also als Chefodaktor hätte ich jetzt auf der Management Ebene dir sagen können dass das schwierigste Tag war.
01:00:30: Als sich damals der Kreuz nach Redaktion mitteilen müsste, dass wir die Thema Wirtschaftlichkeit, die eigenständige Ausgabe Kreuznach schließen und die in die Ausgabeping Ingelheim integrieren.
01:00:44: Typischer Fall, was wir eben besprochen haben.
01:00:45: Kreuz nach keine allzu große Stadt.
01:00:47: Wir waren dann im Konkurrenz zum öffentlichen Anzeiger vom Mittelreinverlag der kleinere Player.
01:00:53: Haben gemerkt dass das dann irgendwann nicht mehr langt wollten es aber publizistisch nicht hergeben weil des lokale als Verbreitungsgebiet unser USP ist und bemerkt an allen Zahlen die wir digital messen Dass die Leute uns wegen des digitalen lesen also nicht wegen unserer Agenturmeldung Und zum Teil natürlich wegen eines rekondolisierten Mantels.
01:01:08: Aber das Lokal ist unser Ding.
01:01:11: Das war unangenehm, das den Kolleginnen mitzuteilen.
01:01:14: Und ein herausfordernder Tag in Lokalen war damals als ich Sportchef war und zwei Sechzehn die ganze Causa mit Harald Strutz mit aufgedeckt habe.
01:01:26: Kurzer Kontext Christian Heidel ist zu Schalke gewechselt.
01:01:28: Harald strutz oder diese sag' ich mal IV eingetragene Vereinskonstrukt des FS von Mainz Nr.
01:01:34: Fünf dass sich wirklich über Jahrzehnte gehalten hat.
01:01:36: mit einem ehrenablichen Vorstand ist etwas aufgebrochen, weil er diesen Verein zusammengehalten hat.
01:01:41: Und darüber wurde dann auch durch die Medien oder in dem Fall durch mich und Reinhard Rehberg aufgedeckt dass Harald Strutz nicht nur für seine vermeintlich ehrenamtliche Tätigkeit monatlich neuntausend Euro bekommen hat was an sich kein Problem ist als Vereinspräsident.
01:01:54: Das Blöde war das er nie drüber geredet hat dass es das gibt und er hat für eine ständige juristische Beratung des Vereins, für den er Vorsitzender ist.
01:02:03: Er hat vierzehntausend Euro im Monat vom Verein bekommen weil er ja Jurist ist.
01:02:06: Das sumierte sich dann auf auf dreinzwanzigtausend Euro.
01:02:10: Typischer PR-Fehler.
01:02:11: Man kennt ja die andere Seite Salami-Taktik, also nicht reinen Tisch machen sondern immer bestreiten und dann wird man irgendwann von den Fakten eingeholt und kriegt es da nicht mehr eingefangen.
01:02:19: und dann gab's lange Rede kurzer Sinn eine Mitgliederversammlung in einer sehr windigen Phase weil wir natürlich als Nestbeschwutzer galten, weil Harald Strutz seit vierundzwanzig Jahren Vereinspräsident ist und wir derjenige diejenigen waren die ihn angegangen haben.
01:02:32: und dann war da eine Mitgliederversammlung Und ich saß da als Pressevertreter, Harald Strutz hatte sich schon an mich gewandt und sich gefragt wie ich morgens eigentlich noch in den Spiegel gucken kann.
01:02:40: Dann kam ein älterer Null Fünfmann neben mich und tatsächlich aus nächster Distanz hat er mich angepüllt dass ich derjenige bin der diesen Verein zugrunde richtet und kaputt machen würde aufgrund meiner Berichterstattung.
01:02:51: das war... Da fühlt man sich auf so einer Mitgliederversammlung wo man von jedem zweiten etwas hasserfühlt anguckt kurz ein bisschen anders, aber das ist ehrlicherweise auch das was ich total cool finde am Lokaljournalismus und das sage ich auch unseren Volontären immer im lokalen.
01:03:05: Also wenn ich jetzt in meiner Position auf Seite zwei schreibe, dass Friedrich Merz seine Erwartungsmanagement schon manchmal realistisch gestalten sollte.
01:03:12: interessiert es friedrich merz wenn's in den vm-medien steht nur so ganz am rande?
01:03:17: Wenn ich jetzt aber im Lokal schreibe, dass Nino Hase oder Michael Ebling was mir passiert ist.
01:03:22: Fehler gemacht hat kannst du ja halt passieren, dass am nächsten Tag Michael Epling als OB anruft und du dich damit auseinandersetzen musst.
01:03:27: Und genau diese Auseinandersetzung und dieses Einstehen für die eigene Meinung und dieses Spüren das das was sich im lokalen als Thema setzende Wirkung hat auch mit den unangenehmen Facetten, die ich eben bei nun fünf beschrieben habe finde ich das spannende weil man merkt, dass man mit den Leuten in Berührung kommt und das man damit eine Wirkung erzielt und eine Relevanz.
01:03:47: Und deswegen bin ich mit Haut und Haaren gerne Lokaljournalist, weil ich nicht nur die Berichterstattung mag und das Kitzeln und in die Wunde legen sondern auch die Auseinandersetzung danach.
01:03:56: Also man braucht auch ein breites Kreuz aber es lohnt sich.
01:04:00: Ja
01:04:01: kann das sehr gut verstehen nachvollziehen und dafür brauchen wir Lokal-Journalismus und Leute, die das genauso betreiben finde.
01:04:09: Für mich klang das eigentlich nach einem idealen Schlusswort.
01:04:13: Danach klingt es für mich auch...
01:04:15: Also, nicht was ich gesagt habe, sondern
01:04:18: ... Ist doch gut, wenn man so ein eigenes Statement als ideales Schlusswort bezeichnet.
01:04:22: Nein, nein!
01:04:22: Ich wollte nicht mich... Sondern das, was du meintest... Das
01:04:24: ist doch vergessen dir selbst auf die Schulter.
01:04:26: Ja,
01:04:26: genau das war hinterher erst immer.
01:04:28: Aber ich will nur noch anmerken dass diese... also weiß nicht ob wir's gelten lassen mit der asiatischen Tiger, aber ich glaub' du hättest es vergessen.
01:04:33: Nee, das wär ganz am Ende.
01:04:34: Ich war gerade ehrlicher, weil ich war noch ... Also Zeitungsende wär mir leichter gefallen wahrscheinlich, das einzustreiben.
01:04:40: Entschuldigung, nein, ich hab ... Ich war zuvor ein.
01:04:42: Aber wir sollten nicht hart dran nehmen!
01:04:43: Das haben wir eigentlich gar nicht so gemacht.
01:04:45: deswegen an der Stelle wenigstens.
01:04:47: Ja, das macht aber der Kollege Korte regelmäßig.
01:04:50: Genau, das stimmt.
01:04:52: Dennis vielen Dank für deine Zeitrespekt.
01:04:54: was ihr ... Du, deine Kolleginnen und Kollegen jeden Tag was ihr da leistet.
01:04:59: Wir verfolgen es sehr aufmerksam.
01:05:01: Ich natürlich aus ganz persönlichem Interesse auch aus alter Verbundenheit fühle mich immer... Gut von euch informiert, das kann man an der Stelle sagen.
01:05:09: Danke, dass du dir die Zeit für uns genommen hast!
01:05:11: Ja danke, dass ich hier die Gelegenheit hatte, das einzuordnen.
01:05:13: Ihr habt da selbst gemerkt viele komplexe Themen und Handlungsstränge und vermeintlich lange Antworten von mir.
01:05:19: aber das freut mich immer wenn ich die Gelegensheit habe das einzuordnen und die Hintergründe zu liefern weil unsere Leser ja häufig nur das Ergebnis dessen mitbekommen und mir ist immer wichtig es zu erläutern, dass wir dahinter noch eine Strategie haben Und das freut mich immer, wenn ich in solchem Rahmen die Gelegenheit dazu habe.
01:05:36: Ja sehr gut.
01:05:37: also vielen Dank und auf bald!
01:05:40: Auf
01:05:40: bald bei den Medien.
01:05:41: verstehen macht's gut.
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